Ein modernes Wohngebäude mit mehreren Etagen und einer minimalistischen Architektur, umgeben von einem neu angelegten Park.
Der neue Campus für Lehre, Wohnen und Verwaltung in Rostock-Lichtenhagen ist fertiggestellt. Die Zollhochschule gilt als größtes Holzmodulbauprojekt Europas. (Quelle: PRIMUS developments)

Modulbau 2026-01-29T15:50:45.378Z Holzmodulbau: Rostocker Zollhochschule fertiggestellt

Mit über 1.000 vorgefertigten Holzmodulen gilt der Neubau der Zollhochschule als das derzeit größte Holzmodulbauprojekt Europas.

Die neue Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung, Fachbereich Finanzen, in Rostock-Lichtenhagen ist fertiggestellt und wird planmäßig an das Staatliche Bau- und Liegenschaftsamt Rostock und die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben übergeben, heißt es in einer aktuellen Mitteilung des zuständigen Projektentwicklers Primus developments GmbH. Mit über 1.000 vorgefertigten Holzmodulen sei der Neubau der Zollhochschule das derzeit größte Holzmodulbauprojekt Europas. Entwickelt und realisiert wurde der Campus von Primus developments gemeinsam mit Kaufmann Bausysteme als Totalübernehmer. Die Architektur und Planung stammen von Sauerbruch Hutton.

Der neue Hochschulstandort entsteht laut Mitteilung auf rund 55.000 Quadratmetern Bruttogrundfläche und vereint Lehre, Wohnen und gemeinschaftliche Nutzungen in einem zusammenhängenden Campus. Neben dem Lehrgebäude mit Hörsälen, Bibliothek, Mensa und Verwaltungsflächen umfasse das Projekt zwei siebengeschossige Wohngebäude mitinsgesamt 624 Unterkunftseinheiten. Ein öffentlich zugänglicher Campus-Park verbindet die Gebäude und öffnet das Areal in den Stadtteil.

„Mit der Zollhochschule ist es uns gelungen, eines der größten und zugleich komplexesten öffentlichen Bauvorhaben Deutschlands verlässlich und termingerecht zu realisieren“, sagt Lorenz Nagel, Geschäftsführer von Primus developments. „Das Projekt steht exemplarisch für eine neue Qualität im öffentlichen Hochbau: industrielle Vorfertigung, architektonischerAnspruch und organisatorische Präzision greifen hier nahtlos ineinander. Entscheidend für den Projekterfolg war eine früh angelegte, partnerschaftliche Zusammenarbeit mit dem Bund, der Bauverwaltung in Rostock und allen Planungspartnern.“

Die Realisierung erfolgte im Auftrag der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben unter Projektsteuerung des Staatlichen Bau- und Liegenschaftsamts Rostock. Mit Investitionskosten von rund 230 Millionen Euro zählt die Zollhochschule zu den bedeutendsten Bauvorhaben in Mecklenburg-Vorpommern.

Strategischer Ansatz: die modulare Holzbauweise

Die Kombination von Holzmodulbau, Holzingenieurbau und konventionellen Bauteilen ermöglichte eine hohe Ausführungsqualität bei gleichzeitig verkürzter Bauzeit, heißt es weiter in der Mitteilung. Das integrative Konstruktionsprinzip vereine damit ökologische Effizienz mit funktionaler Leistungsfähigkeit. Für das Projekt wurde in Rostock eigens eine regionale Modulproduktion aufgebaut. Dies stärke die lokale Wertschöpfung, reduziere Transportwege und leiste einen messbaren Beitrag zur CO₂-Reduktion.

Begrünte Dachflächen, umfangreiche PV-Flächen sowie ein Regenwassermanagement ergänzten das Nachhaltigkeitskonzept. „Dieses Projekt markiert einen neuen Maßstab für den öffentlichen Hochbau“, so Lorenz Nagel. „Nicht nur aufgrund seiner Größe, sondern weil hier Tempo, Qualität und Wirtschaftlichkeit überzeugend zusammengeführt wurden. Die Zollhochschule sei als langfristig wirksamer Bildungsstandort für den Bund konzipiert, biete hochwertigen Wohnraum für Studierende und setze zugleich einen städtebaulichen Impuls im Quartier. “Mit der Übergabe an die BImA steht der Campus nun der Bundeszollverwaltung zur Nutzung zur Verfügung. Der Hochschulbetrieb werde schrittweise aufgenommen.

www.primus-developments.de

zuletzt editiert am 29. Januar 2026