Eine Fassade eines Wohnblocks mit mehreren Balkonen und Klimaanlagen.
Quelle: German Engelgardt auf Unsplash

Serielles Sanieren 2026-01-06T13:59:58.230Z SerSan-Rahmenvereinbarung demnächst auch über TED möglich

Kick-off für „Rahmenvereinbarung SerSan 1.0“ durch GdW, BMWE, dena, BMWSB, HDB und weiteren fand kurz vor Weihnachten in Berlin statt.

Kurz vor Weihnachten, am 18. Dezember 2025, startete der GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e. V. mit einem Kick-off in Berlin das Projekt „Rahmenvereinbarung SerSan 1.0“. Ziel sei es, so heißt es in einer Pressemitteilung, aufbauend auf den erfolgreichen Erfahrungen mit den Rahmenvereinbarungen zum seriellen, modularen und systemischen Bauen (SMSB), auch für die energetische Modernisierung des Gebäudebestands eine Rahmenvereinbarung für das serielle Sanieren europaweit auszuschreiben. 

Am Kick-off beteiligen sich gemeinsam mit dem GdW diese zentralen Projektpartner: das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE), die Deutsche Energie-Agentur (dena), das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) sowie der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB). Ergänzt wird die Runde durch beratende Experten aus den Wohnungsunternehmen und von Herstellern mit praktischer Erfahrung im seriellen Sanieren, lautet es weiter in der Mitteilung. 

„Die serielle Sanierung ist ein wichtiger Baustein, um Klimaschutz, Bezahlbarkeit und Geschwindigkeit im Gebäudebestand zusammenzubringen. Nur wenn wir industrielle Vorfertigung, standardisierte Prozesse und partnerschaftliche Zusammenarbeit konsequent nutzen, können wir die energetische Modernisierung in der notwendigen Breite und zu vertretbaren Kosten umsetzen. Mit einer Rahmenvereinbarung können wir dafür eine wichtige Grundlage für unsere rund 3.000 Mitgliedsunternehmen schaffen“, sagt Axel Gedaschko, Präsident des GdW. 

Im Rahmen des Kick-offs stellte der GdW das Projekt und den geplanten Ablauf vor. Gemeinsam mit den Teilnehmern würden Erwartungen, mögliche Leistungsumfänge und Ideen zu den Anforderungen an die künftige Rahmenvereinbarung diskutiert. Die Ergebnisse der Sitzung werden dokumentiert und fließen in die weitere Ausgestaltung des europaweiten Vergabeverfahrens ein, heißt es weiter. „Wichtig ist uns, den Markthochlauf der seriellen Lösungen weiter zu unterstützen und Möglichkeiten für weitere Kostenreduzierungen – auch durch die Definition vernünftiger Effizienzstandards – zu nutzen und damit die Wirtschaftlichkeit zu sichern“, ergänzt Ingeborg Esser, Hauptgeschäftsführerin des GdW, in der Mitteilung weiter.

Die Ausschreibung selbst werde – zu einem derzeit noch nicht feststehenden Zeitpunkt – auf Tenders Electronic Daily (TED), dem Online-Dienst der Europäischen Union für die Bekanntmachung öffentlicher Ausschreibungen platziert. Mit der geplanten Rahmenvereinbarung wolle der GdW seinen Mitgliedsunternehmen künftig einen verlässlichen Zugang zu qualitätsgesicherten Lösungen für die serielle energetische Bestandsmodernisierung ermöglichen.

„Das serielle Sanieren hat sich in den vergangenen Jahren dynamisch entwickelt: Rund 4.000 Wohneinheiten sind bereits fertiggestellt oder im Bau, weitere 18.000 in Planung. Damit hat sich ein belastbarer Markt etabliert, der in Zeiten von Fachkräftemangel und steigenden Baukosten einen wichtigen Beitrag auf dem Weg zur Klimaneutralität leisten kann. Mit der neuen Rahmenvereinbarung wollen wir diese Entwicklung weiter stärken“, so Esser abschließend.

www.gdw.de

zuletzt editiert am 08. Januar 2026