Der Wohnungsverein Hagen und das Berliner Unternehmen ecoworks realisieren die laut eigenen Angaben größte genossenschaftliche serielle Sanierung in Deutschland.
Im Stadtteil Hagen-Helfe werden laut Pressemitteilung vom 31. März insgesamt zwölf Wohngebäude durch serielle Sanierungsmaßnahmen umfassend energetisch modernisiert mit einem Investitionsvolumen von 23 Millionen Euro. Ziel sei es, die 192 Wohnungen auf den KfW-Effizienzhausstandard 55 (EH 55) zu heben und einen bilanziell treibhausgasneutralen Gebäudebetrieb zu erreichen.
„Energetische Modernisierungen sind der Schlüssel zu einem CO₂-neutralen Gebäudebestand.“
Sebastian Greese, Geschäftsführer des Wohnungsvereins Hagen eG
Die zwölf Gebäude aus dem Jahr 1966 umfassen eine Wohnfläche von rund 15.000 Quadratmetern, heißt es weiter in der Mitteilung. Im Rahmen der seriellen Sanierung würden unter anderem Bauteile wie Fassadenelemente industriell vorgefertigt.
„Energetische Modernisierungen sind der Schlüssel zu einem CO₂-neutralen Gebäudebestand“, so Sebastian Greese, Geschäftsführer des Wohnungsvereins Hagen eG. „Mit der seriellen Sanierung durch ecoworks setzen wir unsere Nachhaltigkeitsstrategie im Quartier Helfe konsequent um. So machen wir unseren Bestand fit für die Zukunft und senken CO₂-Ausstoß sowie Heizkosten für unsere Mieterinnen und Mieter spürbar.“
„Gemeinsam mit dem Wohnungsverein Hagen beweisen wir einmal mehr, dass sich ganze Quartiere in Rekordzeit energetisch seriell sanieren lassen.“
Emanuel Heisenberg, Gründer und CEO von ecoworks
„Dieses Vorzeigeprojekt mit zwölf Gebäuden zeigt das enorme Potenzial der seriellen Sanierung für die Dekarbonisierung des Gebäudebestands“, wird Emanuel Heisenberg, Gründer und CEO von ecoworks, in der Mitteilung zitiert. „Durch unseren extrem hohen Vorfertigungsgrad machen wir eine effiziente, schnelle und klimaneutrale Transformation der Wohnungswirtschaft skalierbar. Gemeinsam mit dem Wohnungsverein Hagen beweisen wir einmal mehr, dass sich ganze Quartiere in Rekordzeit energetisch seriell sanieren lassen.“
Die Maßnahmen SerSan in Hagen Helfe 1
- Thermische Gebäudehülle: Die Gebäude erhalten industriell vorgefertigte Holzrahmen-Fassadenmodule. Dämmung, Fenster und elektrische Rollläden ab Werk integriert.
- Dach & PV-Anlage: Neue Dämmung und Abdichtung der Flachdächer, leistungsstarke Photovoltaikanlage (vollständige Netzeinspeisung)
- Größere und überdachte Vorstellbalkone (anstatt vorhandener Loggien)
- Haustechnik: Die zentrale Fernwärmeversorgung bleibt, ergänzt werden dezentrale Abluftventilatoren und Nachströmöffnungen in den Fenstern
Der Endenergiebedarf des Projektes sinke voraussichtlich um 36 Prozent. Durch die serielle Sanierung der Gebäudehülle in Kombination mit der lokalen Stromerzeugung mittels PV-Anlagen würden im gesamten Quartier jährlich knapp 190 t CO₂-Emissionen eingespart.
Das Quartier Helfe 1 werde damit zu einem wegweisenden Vorzeigeprojekt für klimaneutralen Gebäudebetrieb.
Quellen: ecoworks GmbH , Wohnungsverein Hagen eG
