Schulen, Kitas, Verwaltungen sanieren: Ein neuer dena-Leitfaden soll Kommunen dabei unterstützen, mittels einer Machtbarkeitsstudie zu prüfen, ob öffentliche Nichtwohngebäuden seriell saniert werden können.
Viele kommunale Gebäude in Deutschland seien in einem energetisch schlechten Zustand, heißt es in einem Pressetext der Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena)/Energiesprong. Dazu zählten unter anderem Schulen, Verwaltungs- und Kulturgebäude. Der Mehraufwand von Energie belaste nicht nur das Klima, sondern auch kommunale Haushalte. Zudem sehe die europäische Energy Performance of Buildings Directive (EPBD) vor, dass die 26 Prozent energetisch schlechtesten Nichtwohngebäude bis 2033 saniert werden müssen. Serielles Sanieren könne es ermöglichen, den kommunalen Gebäudebestand durch standardisierte Prozesse schnell und mit großer Planungssicherheit zu sanieren, heißt es weiter.

Das Kompetenzzentrum Serielles Sanieren/Energiesprong DE unterstützt Kommunen bei der Umsetzung der seriellen Sanierung des Gebäudebestands. Zu den ersten Schritten gehöre dabei häufig eine Machbarkeitsstudie. Sie stelle den Leistungsinhalt der Bauaufgabe transparent dar. So könne realistisch eingeschätzt werden, ob eine serielle Umsetzung möglich sei. Der neue Leitfaden zeige Schritt für Schritt, worauf es beim Erstellen der Machbarkeitsstudie ankommt und wie die Ergebnisse als Grundlage für die Vergabe genutzt werden können.
Außerdem: Kommunen könnten weiter von der Reform der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) profitieren: Der Bonus für Serielles Sanieren wurde auf Nichtwohngebäude ausgeweitet. Für die Gebäudestandards für EH/EG 55 und EH/EG 40 beträgt er 15 Prozent, für EH/EG 70 betrage er fünf Prozent. Damit werde es für kommunale Akteurinnen und Akteure zukünftig leichter, Schulen, Verwaltungs-, Kultur- oder andere Nichtwohngebäude seriell zu sanieren.
Zum Download des Leitfadens für kommunale Akteurinnen und Akteure: Machbarkeitsstudien zur seriellen Sanierung durchführen
Zur Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG)