Die Produktionshalle mit rund 4.500 Quadratmetern Fläche und zwölf Arbeitsplätzen habe die Kapazität für eine Jahresfertigung von 20.000 Quadratmetern Holzrahmenelementen.
Die Niersberger Group hat in Lichtenau (Franken) eine Produktionshalle für die Herstellung von 20.000 Quadratmetern Holzrahmenelementen eröffnet, verkündet die Gruppe in einer Pressemitteilung. Die Produktion werde von der Tochtergesellschaft HR Holzelement betrieben, arbeite durch PV-Anlagen auf dem Dach nahezu energieautark und beschäftige 12 Mitarbeitende vor Ort. Zum Produktportfolio gehören die serielle Fertigung von Fassaden-, Decken- und Aufstockungselementen, so Niersberger. Rund 4.500 Quadratmeter umfasse die Produktionshalle, die sich als bundesweites Kompetenzzentrum für Holzbau etablieren solle. Kernstück der seriellen Produktion sei eine hochmoderne, CNC-gesteuerte Bearbeitungsbrücke, die sämtliche Arbeitsschritte von Fräsen, Nageln, Schrauben, Klammern und Sägen automatisiere.
René Fabian, Geschäftsführer der Niersberger Group, betont die Vorteile von Holz als Rohstoff: „Holz sorgt für eine massive CO₂-Reduzierung, ist durch hohe Wiederverwertung ein Kernelement des zirkulären Bauens und eignet sich als leichter Baustoff hervorragend für Aufstockungen.“
Holzbau und serielle Sanierungen auf dem Vormarsch
Laut einer Studie des Immobilienberaters bulwiengesa sei der Holzanteil bei Neubauten in allen Nutzungsarten von 2000 bis 2022 zwischen 100 Prozent (Mehrfamilienhäuser) und 500 Prozent (Bürogebäude) angewachsen.
Für die serielle Sanierung stellen Holzfassaden durch CO₂-Bindung und eine längere Haltedauer eine Kernkomponente dar, so Niersberger. Laut einer im Oktober 2025 veröffentlichten Studie der Deutschen Energieagentur (dena) etabliere sich serielle Sanierung aufgrund wachsender Projekterfahrung zunehmend als Standardverfahren. 2024 seien bereits 35 Prozent aller Wohneinheiten in Deutschland nach Standard EH40 und EH55 seriell saniert worden. Die durchschnittliche Projektdauer habe sich bei Maßnahmen ab 2023 um die Hälfte von 42 auf 21 Wochen reduziert, gleichzeitig seien die durchschnittlichen Kosten seit 2023 um rund ein Drittel gesunken.

Quelle: Niersberger Group