Ein modernes Einkaufszentrum mit Glasfassade und mehreren Geschäften, darunter ein Aldi-Markt, bei sonnigem Wetter.
Gemischt genutzes Gebäude am Campus der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (Quelle: ALDI SÜD)

Modulbau 2025-05-09T07:37:41.062Z Neues Wohn- und Geschäftshaus aus Holzmodulen in Mannheim

Am Campus der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) in Mannheim entwickelt die ALDI SÜD Projektentwicklungs-GmbH & Co. KG ein gemischt genutztes Gebäude mit Fokus auf Nachhaltigkeit. Mit dem Bau wurde das Unternehmen WOLFF & MÜLLER beauftragt. Der Baubeginn ist für Anfang 2026 geplant, der Bezug der studentischen Wohnungen für Frühjahr 2027.

Zunächst erfolgt der Rückbau der bestehenden Immobilie an der Seckenheimer Landstraße. Der Neubau wird eine ALDI SÜD-Filiale, eine Bäckereifiliale von Görtz sowie weitere Gewerbeeinheiten im Erdgeschoss beherbergen. Darüber entstehen 193 Apartments für Studierende – ausgeführt in Holzmodulbauweise.

Die Module werden vom Holzbauunternehmen MOD21 vorgefertigt und vor Ort montiert. WOLFF & MÜLLER realisiert den Bau der studentischen Wohneinheiten schlüsselfertig. Die beiden Unternehmen haben bereits in früheren Projekten zusammengearbeitet.

Nach Angaben von Patrick Malota, Technischer Leiter der Zweigniederlassung Serielles Bauen bei WOLFF & MÜLLER, ermögliche die serielle Vorfertigung eine besonders kurze Bauzeit. Die Module würden vorproduziert und auf der Baustelle montiert, was eine genaue Planung der Abläufe erleichtere. Im Vergabeverfahren habe man mit diesem Ansatz überzeugen können.

Auch ALDI SÜD sieht Vorteile in der gewählten Bauweise. Thorsten Koch, Ansprechpartner für Standortkooperationen, hebt hervor: „Neben der kurzen Bauzeit waren insbesondere die offene Architektur sowie der durchweg partnerschaftliche und professionelle Umgang die Gründe, warum wir uns für WOLFF & MÜLLER und MOD21 entschieden haben.“ Darüber hinaus sieht das Unternehmen in der seriellen Vorfertigung einen Beitrag zur Entschärfung des Wohnraummangels und plant, diesen Ansatz auch künftig zu verfolgen.

Zur Optimierung von Bauzeit, Qualität und Kosten setzt WOLFF & MÜLLER digitale Methoden ein. Projektleiter Sinan Gülhan erklärt, dass mithilfe von Building Information Modeling (BIM) alle relevanten Informationen wie Bauwerksdaten, Prozesse, Richtlinien und Technologien in einem zentralen 3D-Modell gebündelt würden. Dieses Modell diene als gemeinsame Datenbasis für die Koordination der Planung, die Qualitätssicherung sowie für Simulationen des Bauablaufs.

Ergänzend kommt der Lean-Construction-Ansatz zum Einsatz. Durch eine Taktung der Prozesse sollen Wartezeiten reduziert und die Auslastung der Gewerke verbessert werden.

zuletzt editiert am 05. Mai 2025
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