Ein moderner Innenhof einer Wohnanlage mit gepflegten Grünflächen und umgebenden Wohngebäuden.
Das Projekt B.R.I.O. soll laut Pressemitteilung von Rubner ein Meilenstein für bezahlbares Wohnen werden. (Quelle: Propertyphotos)

Modulbau 2026-05-06T07:35:49.197Z Modularer Holzwohnbau für Wiener Quartier

Mit dem Projekt B.R.I.O. in Wien realisiert Rubner Ober-Grafendorf im Auftrag der ÖSW Österreichisches Siedlungswerk Gemeinnützige Wohnungs AG ein großvolumiges Holzbauvorhaben in urbanem Kontext.

B.R.I.O. umfasst 176 geförderte Wohneinheiten und entsteht in unmittelbarer Nähe des Hauptbahnhofs im 10. Wiener Gemeindebezirk. Der Bau, für den Rubner sowohl Fassadenelemente als auch tragende Holzbauteile lieferte, ist Teil des neuen Quartiers „Neues Landgut“, das neben Wohnungen auch einen Bildungscampus sowie Grün- und Freiflächen umfasst. Ziel des Projekts ist es, Wohnraum mit einem sozial, ökonomisch und ökologisch durchdachten Konzept zu verbinden.

Modulare Wohneinheiten für alle Bedürfnisse

Die Tragwerksplanung stammt von der RWT Plus ZT GmbH, während die PORR Bau GmbH mit der baulichen Ausführung beauftragt wurde. Die Planung der Wiener Architektenbüros Dietrich Untertrifaller Architekten ZT GmbH und PLOV Architekten ZT GmbH setzt auf modulare Wohneinheiten, die an die Bedürfnisse der Bewohner:innen angepasst werden können – Apartments für Singles, Familienwohnungen und WGs. Gemeinschaftsräume wie Co-Working-Flächen, Waschsalon oder Kinderspielräume fördern die soziale Interaktion.

Eine moderne Wohnanlage mit mehreren Etagen und Balkonen in einer städtischen Umgebung.
B.R.I.O. bietet 176 geförderte Wohneinheiten in unmittelbarer Nähe des Hauptbahnhofs im 10. Wiener Gemeindebezirk. (Quelle: Propertyphotos)

Holz-Hybrid-Elementbau mit optimiertem Stützraster

Bei B.R.I.O. handelt es sich um einen robusten Holz-Hybrid-Elementbau mit einem optimierten Stützraster von 3,20 × 3,20 m. Die Kombination aus Holztragwerk und Decken aus Recyclingbeton soll einen ressourcenschonenden Materialeinsatz ermöglichen und die CO₂-Emissionen gegenüber konventionellen Stahlbetonbauten um rund 20 Prozent reduzieren. Fassaden- und Dachbegrünungen wirken zudem als natürlicher Hitzeschutz im Sommer, während zum Heizen und Kühlen ein energiesparendes Low-Tech-Konzept eingesetzt wird.

Rubner hat für das Projekt werkseitig mehr als 9.000 m2 Wandelemente mit einer Thermokiefer-Fassade inklusive Fenstereinbau sowie 900 blockverleimte Brettschichtholzstützen für den Innenraum und 1.300 tragende Brettschichtholzstützen für die Außenwände produziert. Im September 2025 wurden die letzten Attikaelemente installiert, womit alle Holzbauarbeiten abgeschlossen wurden.

zuletzt editiert am 06. Mai 2026