In Langenhagen entsteht ein Schulneubau mit Holzbauweise. Rubner Ingenieurholzbau übernimmt Planung und Ausführung der Clusterhäuser
In Langenhagen bei Hannover ist auf einem 42.000 Quadratmeter großen Grundstück ein neues Gymnasium in L-Form entstanden. Das Ensemble mit einer Länge von 190 Metern und einer Breite von 180 Metern gliedert sich funktional in verschiedene Bereiche: Sporthalle und Mensa sind von Verwaltung, Unterrichts- und Fachräumen getrennt. Für den Bau wurde Holz als Primär- und Ausbau-Baustoff eingesetzt, soweit dies mit den Bau- und Brandschutzvorgaben vereinbar war.
Die Bauweise kombiniert ein Sockelgeschoss aus Stahlbeton mit einer Holzkonstruktion. Brücken und Laubengänge verbinden die verschiedenen Gebäudeteile. Der kürzere Flügel der L-Form umfasst Aula, Schulfoyer, Sportfoyer und Mensa. Im längeren Flügel befinden sich vier Clusterhäuser mit Unterrichtsräumen.

Holzbauweise für Clusterhäuser: Planung und Ausführung durch Rubner
Rubner Ingenieurholzbau war bei den vier Clusterhäusern für die Werkplanung, den konstruktiven Holzbau, den Holz-Beton-Verbundbau sowie die Fertigung und Montage der Außenwandelemente inklusive Fassaden, Fenstern, Türen und Sonnenschutz verantwortlich. Zum Einsatz kamen insgesamt 1.031 m³ Brettschichtholz für die Tragstruktur, 6.420 m² Holz-Beton-Verbunddecken, 3.234 m² vorgefertigte Fassadenelemente und 4.515 m² Stahlbetonfertigteile für die Laubengänge. Vor Ort wurden zudem 1.063 m² Fenster eingebaut.
Die Fertigung der Holzbauelemente erfolgte seriell und modular. Die Hauptmontage der Baukörper konnte in einem Zeitraum von acht Monaten abgeschlossen werden. Hintergrund war der dringende Bedarf an neuen Unterrichtsräumen, da die bisherigen Räume wegen Brandschutzauflagen nicht mehr genutzt werden durften.