Eine Luftaufnahme einer modernen Wohnanlage am Fluss, umgeben von üppigem Grün und städtischer Infrastruktur.
Wohnquartier Greenpark in Berlin-Neukölln (Quelle: H´GROUP BERLIN GREENPARK GmbH & Co. KG, Köln)

Elementebau 2025-06-12T13:43:40.395Z Greenpark Berlin entsteht in serieller Bauweise

In Berlin-Neukölln entsteht auf einem rund 30.000 Quadratmeter großen Areal das Wohnquartier Greenpark. Bis 2026 sollen dort 15 Gebäude mit insgesamt 860 Wohnungen errichtet werden, darunter 100 Einheiten für den geförderten Wohnungsbau.

Die Planungen stammen vom Berliner Büro ioo Architekten Elwardt + Lattermann. Bauherr ist die H’GROUP BERLIN GREENPARK GmbH & Co. KG. Als Projektentwickler ist Bauwens aus Köln beteiligt und als Generalunternehmer wurde Goldbeck beauftragt, das auf eine serielle, vorgefertigte Bauweise setzt. Wesentliche Bauteile werden dabei industriell vorgefertigt und auf der Baustelle montiert. Dies soll zu kürzeren Bauzeiten und einem effizienteren Bauprozess beitragen.

Das Quartier entsteht auf dem Gelände eines ehemaligen Schwimmbads und soll bis April 2026 fertiggestellt werden. Die Gebäude werden in systematisierter, serieller Bauweise errichtet, was eine besonders schnelle Umsetzung ermöglicht – das Richtfest fand bereits zehn Monate nach Baubeginn statt.

Zur Reduktion von Wärmebrücken und zur Verbesserung der energetischen Qualität des Gebäudes kommen verschiedene konstruktive Maßnahmen zum Einsatz. In Attiken, Kellergeschossen und Tiefgaragen werden wärmedämmende Elemente verbaut, die eine thermische Trennung ermöglichen. Die eingesetzten Lösungen wurden mit Blick auf die Anforderungen serieller Bauweise angepasst und in Zusammenarbeit zwischen Hersteller, Fertigteilwerk und Bauunternehmen entwickelt.

Ein Kran hebt eine große Betonplatte in den blauen Himmel, während zwei weitere Kräne im Hintergrund zu sehen sind.
Ein Brüstungselement für die Attika wird per Kran eingehoben. (Quelle: Schöck / A. Brendel)

Vorgefertigte Brüstungselemente mit integrierter Dämmung

Bei der Ausbildung der Attiken wurden Bauteile verwendet, die bereits im Werk mit einer thermischen Trennung ausgestattet sind. Ziel war es, zusätzliche Arbeitsschritte auf der Baustelle zu vermeiden. In Zusammenarbeit mit dem Fertigteilwerk thomas allton GmbH wurde ein System entwickelt, bei dem Dämm- und Montageteile werkseitig integriert werden. Die Brüstungselemente werden als Vollfertigteile geliefert und auf der Baustelle eingebaut. Die bauliche Verbindung mit Decken- und Wandelementen erfolgt entweder über vorbereitete Aussparungen oder im Zuge des Betonierens.

Maßnahmen zur Trennung unbeheizter Bereiche

Auch im Bereich der unbeheizten Bauteile wie Tiefgaragen und Kellerwände wurden wärmedämmende Elemente eingesetzt. Dabei wurden die Halbfertigteile der Wände mit trennenden Dämmelementen ausgestattet, die Wärmeverluste in angrenzende beheizte Bereiche minimieren sollen. Bei punktuellen Lasten an Stützenköpfen kamen ergänzend weitere speziell geformte Bauteile zum Einsatz.

Ergänzend zur energetischen Optimierung durch wärmedämmende Elemente wird eine Wärmerückgewinnung aus dem Abwasserkanal eingesetzt. Photovoltaikanlagen auf den Dächern und ein begrüntes Retentionsdach zur Regenwasserspeicherung ergänzen das nachhaltige Konzept.

Neben über 100 geförderten Wohnungen umfasst das Projekt auch Gemeinschaftsflächen, eine Kita sowie Sport- und Freizeitangebote, die den Quartiersgedanken stärken.

zuletzt editiert am 13. Juni 2025