Das Bau- und Dienstleistungsunternehmen Goldbeck und die US-amerikanische M.A. Mortenson Company mit Hauptsitz in Minneapolis haben ein Joint Venture gegründet, um auf dem US-amerikanischen Markt ab 2027 serielles, systematisiertes Bauen – „Industrialized Construction“ – zu etablieren.
Der Eintritt in den US-Markt erfolge für Goldbeck nach einer intensiven Marktanalyse, heißt es in der gestern veröffentlichten Mitteilung des Unternehmens. Das Joint Venture greife auf die Expertise von mehr als 24.000 Mitarbeitenden beider Unternehmen zurück. Kunden profitieren von der Verbindung von Goldbecks Kompetenz im seriellen, systematisierten Bauen und Mortensons umfassender Kenntnis des US-Marktes, landesweiter Präsenz sowie Projektabwicklung.
„Unsere Erfahrung im seriellen, systematisierten Bauen verschafft uns einen klaren Wettbewerbsvorteil. In dieser Form ist unser Geschäftsmodell in den USA einzigartig“, sagt Jan-Hendrik Goldbeck, geschäftsführender Gesellschafter von Goldbeck, laut Mitteilung. Das Unternehmen übertrage mit seiner systematisierten Bauweise industrielle Prinzipien konsequent auf die Baubranche. Goldbeck setze bei diesem skalierbaren Ansatz auf sein bewährtes Bausystem aus vorgedachten Systemlösungen, digitalen Planungs- und Steuerungsprozessen sowie einer integrierten Wertschöpfungskette, heißt es weiter.
Planung, Beschaffung, Bau und Betrieb würden nahtlos ineinander greifen und eine schnelle, wirtschaftliche und qualitativ hochwertige Realisierung von Gebäuden ermöglichen. „Der US-Markt bietet enormes Potenzial für unsere Logik des Bauens. Gemeinsam mit Mortenson wollen wir die Stärken der systematisierten Bauweise in den USA etablieren und unser Wachstum konsequent vorantreiben“, so Jan-Hendrik Goldbeck.
Mortenson habe seit seiner Gründung 1954 zahlreiche innovative Bauprojekte mit hoher Strahlkraft in den USA umgesetzt, wie die Walt Disney Concert Hall in Los Angeles oder das Allegiant Stadium der Raiders in Las Vegas. Das Unternehmen zähle zu den größten privaten Bauunternehmen in den USA. Der Kontakt zwischen beiden Unternehmen war laut Mitteilung durch Goldbecks Präsenz im Silicon Valley seit 2019 entstanden, sowie durch das Innovationsnetzwerk des CIFE-Instituts an der Stanford University. Diese sei eines der bedeutendsten Kompetenzzentren für „Industrialized Construction“ in den USA. „Es ist besonders, wenn zwei so leistungsfähige und unterschiedliche Unternehmen ihre Kompetenzen bündeln, um in dem riesigen US-Markt auf Basis von KI und Automatisierung etwas Neues und Außergewöhnliches zu erschaffen“, sagt Jan-Hendrik Goldbeck.
„Als Familienunternehmen verbinden uns Werte wie Pioniergeist, Innovationswille, Vertrauen und Menschlichkeit. Sie bilden eine optimale Basis, gemeinsam zukunftsweisende Gebäude für die Menschen in den USA zu realisieren“, erklärt Derek Cunz, Geschäftsführer von Mortenson.
