Die Fertigbauindustrie beschäftige sich angesichts wachsender Risiken durch Klimawandel, Energieunsicherheiten und steigende regulatorische Anforderungen zunehmend mit der Resilienz von Gebäuden, so der Bundesverband Deutscher Fertigbau (BDF) in einer Pressemitteilung. Darüber hätten bei der Technikertagung des Verbandes in Düsseldorf rund 200 Fach- und Führungskräfte der Branche diskutiert.
Resilienz entwickle sich zunehmend zu einem Leitprinzip im Bauwesen. Gebäude müssten künftig nicht nur energieeffizient und nachhaltig sein, sondern auch extremen Einwirkungen wie Hitze, Starkregen oder Störungen der Energieversorgung standhalten, sich an veränderte Bedingungen anpassen und ihre Funktion langfristig sichern. BDF-Präsident Prof. Dr. Mathias Schäfer habe in diesem Zusammenhang verlässliche politische Rahmenbedingungen als Voraussetzung für Investitionen in die Widerstandsfähigkeit von Gebäuden gefordert, heißt es weiter.

Resilienz werde vom Schlagwort zum Standortfaktor
Im Düsseldorfer EUREF-Campus hätten sich die Branchenexperten auf Einladung des BDF-Mitgliedsunternehmens Schneider Electric unter anderem über Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel, Verbesserungen beim Schallschutz und Anforderungen an gesunde Raumluft informiert. Angesichts geopolitischer Bedrohungen gewinne vor allem die Sicherheit der Energieversorgung an Bedeutung: Vernetzte Systeme und digitale Prozesse gelten als Schlüssel, um Risiken frühzeitig zu erkennen und Gebäude zugleich effizienter zu betreiben, so der BDF.
Der Fertigbau denke die Gebäude der Zukunft als integrierte Systeme innerhalb der Quartiers- und Regionalplanung. Energie, Sicherheit, Komfort und Nachhaltigkeit sollen dabei stärker miteinander verknüpft werden. Dabei eröffne die zunehmende Bedeutung von Resilienz auch wirtschaftliche Chancen: Insbesondere der serielle Fertigbau könne durch standardisierte Prozesse und industrielle Fertigung dazu beitragen, die Resilienz von Gebäuden und ganzen Siedlungen sowohl im Neubau als auch in der Bestandsmodernisierung zu stärken, heißt es abschließend.