Ein modernes Gebäude mit einem begrünten Dach und Solarzellen, das Nachhaltigkeit und Umweltschutz symbolisiert.
Studie zu nachhaltigerem Bauen (Quelle: KI-generiert)

Modulbau 2025-06-04T13:17:55.970Z Emissionen senken durch modulare Bauweise

Modulares Bauen kann dazu beitragen, den Einsatz von Beton zu reduzieren und die CO₂-Emissionen zu senken. Laut einer Studie bieten Fertigbauteile außerdem Möglichkeiten, die Kreislaufwirtschaft im Bauwesen zu unterstützen. Für Unternehmen besteht zudem die Chance, ihre Abhängigkeit von Rohstoffmärkten zu verringern und Kosten zu senken.

Modulares Bauen gilt als eine von mehreren Technologien, die zur Reduzierung von CO₂-Emissionen in der Grundstoffindustrie beitragen können. Durch die Verwendung von Fertigbauteilen und die Optimierung von Konstruktionsprozessen lassen sich laut einer aktuellen Studie des Beratungsunternehmens Systemiq im Auftrag des WWF Deutschland bis zu 35 Prozent der Emissionen einsparen. Die Studie untersucht insgesamt zehn Technologien, die bereits heute technisch einsetzbar wären, darunter digitale Zwillinge, Lasersysteme zur Reinigung von Stahlschrott und digitale Tracking-Lösungen für Verpackungen.

Modulbau als Beitrag zur Kreislaufwirtschaft

Die Analyse hebt hervor, dass der Einsatz modularer Bauweisen nicht nur den Ressourcenverbrauch verringert, sondern auch zur Resilienz von Unternehmen beitragen kann. Indem weniger Material benötigt wird und sich Prozesse effizienter gestalten lassen, sinkt die Abhängigkeit von globalen Lieferketten und schwankenden Rohstoffpreisen. Zudem kann der geringere Betonbedarf die Umweltbelastung reduzieren, da die Zementproduktion einen großen Anteil an den Industrieemissionen hat.

„Modulares Bauen spart Beton“, heißt es in der Studie. Konkret bedeutet dies, dass durch den Einsatz von standardisierten Bauteilen weniger neues Material hergestellt und verbaut werden muss. Dadurch können sowohl die CO₂-Emissionen als auch die Materialkosten gesenkt werden. Die Studie sieht im modularen Bauen einen wichtigen Baustein für eine klimafreundliche und wettbewerbsfähige Bauwirtschaft.

Neben dem Modulbau verweist die Studie auf weitere Ansätze zur Förderung der Kreislaufwirtschaft, darunter die verstärkte Nutzung von Digital Twins. Diese digitalen Modelle können helfen, Prozesse vorab zu simulieren und so Material- und Energieeinsparungen von mindestens 20 Prozent zu erzielen. Auch die Aufbereitung von Stahlschrott durch Lasertechnologien ermöglicht eine effizientere Nutzung von Ressourcen.

Laut WWF Deutschland sei es wichtig, die Potenziale dieser Technologien jetzt konsequent zu nutzen, um die Transformation der energieintensiven Branchen voranzutreiben. „Für ein wettbewerbsfähiges Europa müssen wir jetzt in Technologien investieren, die auf Klimaschutz und die Kreislaufwirtschaft einzahlen“, so Viviane Raddatz, Klimachefin beim WWF Deutschland.

zuletzt editiert am 04. Juni 2025