Die Messe für modulares, serielles und industriell vorgefertigtes, systemisches Bauen findet erstmals vom 2. bis 4. November 2027 in der Messe Berlin statt.
Verena Hubertz, Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen, übernimmt die Schirmherrschaft der neuen Fachmesse, heißt es in der Pressemitteilung zur Vorstellung der Messe auf einer Pressekonferenz im Deutschen Architektur Zentrum. „Die Modular Build schließt eine Lücke. Diese Messe soll ein Marktplatz sein. Sie bringt Planende, Bauwirtschaft, Handwerk und Investoren zusammen und macht die gesamte Prozesskette des seriellen, modularen und systemischen Bauens sichtbar“, sagte Bundesbauministerin Verena Hubertz laut Mitteilung. Zugleich habe sie die strategische Bedeutung industrieller Bauweisen unterstrichen: „Digitale Planung, fabrikseitige Vorfertigung mit hohem Automatisierungsgrad und innovative Materialien eröffnen uns ein völlig neues Spielfeld. Serielle, modulare und systemische Ansätze greifen genau das auf. Sie sind ein Werkzeugkasten, wenn wir schneller und ressourcenschonender bauen wollen.“
Hilmar von Lojewski, Beigeordneter des Deutschen Städtetags, erklärte auf der Pressekonferenz: „Wenn die planungs- und bauordnungsrechtlichen Voraussetzungen geschaffen sind, dann muss schnell gebaut werden. Und da bietet das modulare Bauen inzwischen ein gutes Instrument.“
Für die Veranstalter ist die Schirmherrschaft ein zentraler Meilenstein. Olaf Freier, CEO der Hinte Expo & Conference: „Die Branche ist bereit und die Modular Build ist die Antwort auf eine Entwicklung, die das Bauen in Deutschland längst verändert hat. Wir schaffen eine Plattform, die Industrie, Politik, Forschung und Investoren gezielt zusammenführt. Nicht nebeneinander, sondern miteinander.“
Die neue Messe positioniere sich als Plattform für Zusammenarbeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette - von Planung über Fertigung bis hin zu Betrieb und Finanzierung. Die Modular Build setze inhaltlich Schwerpunkte auf modulares und serielles Bauen, industrielle Fertigung, digitale Planung, nachhaltige Materialien sowie Logistik und Transport. Zur Premiere werden laut Mitteilung rund 100 Aussteller und 3.000 Fachbesucherinnen und Fachbesucher auf etwa 5.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche erwartet.
Dr. Friederike Münn, Geschäftsführerin B&O Bau, betonte, dass Akzeptanz und Skalierung maßgeblich von Qualität und Rahmenbedingungen abhängen: „Serielles Bauen ist eine zentrale Antwort auf den Bedarf an bezahlbarem Wohnraum. Für echte Skalierung brauchen wir aber mehr Einheitlichkeit - in Bauordnungen und Förderstrukturen.“
Peter Orthen, Geschäftsführer ALHO Systembau, betonte, dass sich modulares Bauen längst vom Nischenthema zum ernsthaften Lösungsansatz entwickelt hat: „Wir erleben aktuell eine echte Aufbruchsstimmung. Was lange Nische war, ist heute ein nachhaltiger Trend - und eine notwendige Antwort auf die Bauaufgaben der Zukunft.“
Sibylle Bornefeld, Partnerin bei Sauerbruch Hutton, stellte klar, dass industrielle Prozesse und Baukultur zusammengedacht werden müssen: „Es geht nicht allein um die Bauweise. Entscheidend ist, ob gute Architektur entsteht. Auch der Modulbau muss diesem Anspruch gerecht werden.“
Prof. Dr. Gunnar Grün, stellvertretender Leiter des Fraunhofer-Institut für Bauphysik, unterstreicht die langfristige Bedeutung des Themas: „Mit der Modular Build dokumentieren wir, dass aus einer Idee ein echter Markt geworden ist. Jetzt geht es darum, Produktivität, Digitalisierung und Skalierung zusammenzubringen.“
Durchführender Veranstalter der Messe ist das Unternehmen Hinte Expo & Conference.
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