Der Bundesindustrieverband Technische Gebäudeausrüstung e.V. (BTGA) hat mit gestriger Pressemitteilung ihr Frühjahrsgutachten 2026 zur TGA-Branche veröffentlicht.
Im Rahmen der Messe „Light + Building“ stellte der BTGA die Ergebnisse seines Frühjahrsgutachtens 2026 „Marktausblick Nichtwohnbau Deutschland“ vor. Die aktuellen Prognosen für den Nichtwohnbau und den großvolumigen Wohnungsbau würden zeigen: Die Branche der Technischen Gebäudeausrüstung (TGA) befinde sich in einer Übergangsphase zwischen Krise und Wachstum, heißt es in der aktuellen Pressemitteilung des Verbands vom 12. März 2026.
Weiter heißt es in der Pressemitteilung, dass das serielle Sanieren für die TGA-Fachbetriebe zunehmend an Relevanz gewinne. Treiber dieser Entwicklung seien steigende Förderbewilligungen, eine gut gefüllte Projektpipeline und Initiativen der Wohnungswirtschaft zur Etablierung einer Rahmenvereinbarung für serielle Sanierungsprojekte. Hier würden sich mittelfristig stabile Marktpotenziale eröffnen.
Laut BTGA-Gutachten wird von 3 Mio. Wohnungen ausgegangen, für die serielle Sanierungen geeignet wären. Für serielle Sanierung könne man gesonderte Zuschüsse von 15 Prozent und in Kombination mit anderen Förderlinien einen Tilgungszuschuss von bis zu 45 Prozent erhalten, heißt es weiter.
Im Frühjahrsgutachten schrieb der BTGA, dass von befragten TGA-Fachbetrieben ein deutlicher Bedeutungsgewinn von 25,8 Prozent mit Blick auf die serielle Sanierung zu merken sei. 29,0 Prozent würden einen leichten Bedeutungsgewinn spüren.
„Der Wachstumsmarkt serielle Sanierung bietet Chancen für die TGA-Fachbetriebe bei Großprojekten und Quartierssanierungen. Die Projektanzahl in diesem Bereich wird bis zum Jahr 2030 auf ein Vielfaches des heutigen Niveaus steigen“, heißt es in dem Gutachten.
Nach einem schwierigen Jahr 2025 mit rückläufiger Neubautätigkeit erwarteten die TGA-Fachbetriebe für 2026 eine leichte Stabilisierung. Die Mehrheit der befragten Unternehmen rechne mit moderat steigenden Auftragszahlen. Zugleich berichteten viele Betriebe von einem Rückgang stornierter oder verschobener Projekte - ein Signal für eine allmähliche Marktberuhigung. In dieser Übergangsphase könne ein ausgewogen ausgestaltetes Gebäudemodernisierungsgesetz wichtige Impulse setzen und sowohl die Bauwirtschaft als auch die Technische Gebäudeausrüstung stabilisieren und mittelständische Handwerksbetriebe und energieintensive Zulieferindustrien nachhaltig stärken.
Mit einem Umsatzvolumen von rund 90 Milliarden Euro und etwa 45.000 Beschäftigten spiele die TGA-Branche eine zentrale Rolle in der deutschen Bauwirtschaft. Für die Unternehmen der Technischen Gebäudeausrüstung zähle der Nichtwohnbau und der großvolumige Wohnungsbau zu den wichtigsten Tätigkeitsfeldern. In diesen Bereichen zeige sich 2025 eine negative Entwicklung: Die realisierten Neubauflächen seien weiter zurück gegangen und haben deutlich unter dem Niveau der Vorjahre gelegen. Zwar haben sich Bestandsmaßnahmen wie Sanierungen, Wartungen und Instandhaltungen leicht positiv entwickelt, hätten die Einbußen im Neubau jedoch nicht vollständig kompensieren können.
Das Gutachten kann hier heruntergeladen werden: www.btga.de
